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Wie läuft der Steuerprozess ab?

Von der Steuererklärung über die Veranlagung zur Steuerrechnung.

Wie läuft der Steuerprozess ab?

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Hinweis

Anmerkung: Den Steuerprozess erklären wir anhand der natürlichen Personen, also so wie es für Herrn und Frau Berner abläuft.

Die Gegenwartsbesteuerung

Seit dem Jahr 2001 gilt im Kanton Bern das System der Gegenwartsbesteuerung. Dies bedeutet, dass wir als Steuerpflichtige die Einkommenssteuer in dem Jahr schulden, in welchem wir das Einkommen erzielen. Dieses Jahr nennen wir Steuerjahr oder Steuerperiode. Da die Höhe der Einkommen erst nach Ablauf des Steuerjahres definitiv bekannt ist, findet der Versand der Steuererklärung sowie die Veranlagung und Abrechnung für das Steuerjahr jeweils erst im Folgejahr statt.

Damit dem Kanton und den Gemeinden trotz dieser zeitlichen Verzögerung Geld für ihre laufenden Ausgaben zur Verfügung stehen, leisten die Steuerzahlenden im Kanton Bern eine Art Akonto- bzw. Teilzahlung für ihre voraussichtliche Steuerschuld in Form von drei Steuerraten. Sobald die Veranlagung des Steuerjahres erfolgt ist, wird die Schlussabrechnung erstellt und die tatsächlich geschuldete Steuer mit den bereits bezahlten Raten verrechnet.

Wussten Sie, dass ...

… der amtliche Wert und Eigenmietwert beim Online-Ausfüllen der Steuererklärung automatisch erfasst sind?

Bild vergrössern … der amtliche Wert und Eigenmietwert beim Online-Ausfüllen der Steuererklärung automatisch erfasst sind?

… im «info», welches Sie jeweils mit dem Brief zur Steuererklärung erhalten, alle aktuellen Abzüge auf einen Blick aufgeführt sind?

Bild vergrössern … im «info», welches Sie jeweils mit dem Brief zur Steuererklärung erhalten, alle aktuellen Abzüge auf einen Blick aufgeführt sind?

… Ihre Adressänderung durch die Gemeinde im Steuerregister vermerkt wird?

Bild vergrössern … Ihre Adressänderung durch die Gemeinde im Steuerregister vermerkt wird?

… Sie in der Schweiz für das ganze Jahr dort steuerpflichtig sind, wo Sie am 31. Dezember des jeweiligen Jahres Ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben?

Bild vergrössern … Sie in der Schweiz für das ganze Jahr dort steuerpflichtig sind, wo Sie am 31. Dezember des jeweiligen Jahres Ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben?

… Sie die Abgabefrist der Steuererklärung ohne Angabe von Gründen bis maximal 15. November verlängern können?

Bild vergrössern … Sie die Abgabefrist der Steuererklärung ohne Angabe von Gründen bis maximal 15. November verlängern können?

... Fehler in rechtskräftigen Verfügungen grundsätzlich nicht mehr korrigiert werden können? Daher gilt: bitte Dokumente gut prüfen und rechtzeitig reagieren.

Bild vergrössern ... Fehler in rechtskräftigen Verfügungen grundsätzlich nicht mehr korrigiert werden können? Daher gilt: bitte Dokumente gut prüfen und rechtzeitig reagieren.

Von der Steuererklärung zu den Steuern: Die wichtigsten Schritte

Die Steuerverwaltung verschickt jährlich rund 650'000 Briefe zur Steuererklärung.

Druck und Versand erfolgen jährlich in den Monaten Januar und Februar.

Die steuerpflichtige Person füllt die Steuererklärung aus. Sie kann die Steuererklärung vollständig elektronisch einreichen oder die Freigabequittung an die Wohnsitzgemeinde senden.

Persönliche Daten, die bekannt sind, sind schon eingetragen. Im Brief zur Steuererklärung ist die individuelle Erkennungsnummer (ZPV = Zentrale Personenverwaltung) der steuerpflichtigen Person aufgeführt sowie die Zugangsdaten (Fall-Nr. und ID-Code) zum elektronischen Ausfüllen mit TaxMe-Online. Für spezielle Steuersituationen stehen Merkblätter zur Verfügung (beispielsweise Wohnsitzwechsel, Todesfall, Trennung/Scheidung/Konkubinat). Die Wegleitungen und Merkblätter stehen auf der Internetseite der Steuerverwaltung zur Verfügung: www.taxme.ch

Wer eine Steuererklärung trotz Mahnung nicht ausfüllt und einreicht, wird gebüsst. Die Veranlagung erfolgt dann nach Ermessen der Steuerbehörde. Wer in seiner Steuererklärung falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschweigt, wird ebenfalls gebüsst bzw. kann steuerstrafrechtlich verfolgt werden.

Vorbereitung

Es ist von Vorteil, während des Jahres insbesondere folgende Unterlagen zu sammeln und beim Ausfüllen der Steuererklärung bereit zu halten:

- Lohnausweis
- Bank- oder PC-Kontoauszug
- Belege zu den Wertschriften
- Einzahlungen in die Säule 3a
- Zusammenstellung der Berufskosten
- Bescheinigungen zu Schulden und Schuldzinsen
- Spendenbelege
- Dokumente zur eigenen Liegenschaft (Liegenschaftssteuer, Rechnungen zu          Unterhaltsarbeiten, Betriebs- und Verwaltungskosten usw.)

Steuererklärung ausfüllen

Die steuerpflichtige Person kann ihre Steuererklärung in TaxMe-Online mit oder ohne BE-Login ausfüllen.

TaxMe-Online mit BE-Login:
- Steuererklärung vollständig elektronisch freigeben und einreichen

- Belege direkt beim Ausfüllen online hochladen
- Überblick über Rechnungen, Veranlagungen, Zahlungen, Vorauszahlungen usw.

Wenn die steuerpflichtige Person die Steuererklärung in TaxMe-Online mit BE-Login ausfüllt und vollständig elektronisch freigibt und einreicht, entfällt das Einsenden der Freigabequittung per Post. Mit der elektronischen Freigabe gilt die Steuererklärung als eingereicht. Erst nach der elektronischen Freigabe sind die erfassten Daten für die Steuerverwaltung ersichtlich.

TaxMe-Online ohne BE-Login:
Die Steuererklärung kann online ausgefüllt werden, die Freigabequittung muss jedoch unterschrieben und zusammen mit den verlangten Belegen an die dort aufgedruckte Adresse gesendet werden. Die Steuererklärung gilt erst als eingereicht, wenn die mit eigenhändiger Unterschrift versehene Freigabequittung resp. Steuererklärung und die verlangten Beilagen bei der Einwohnergemeinde eingetroffen sind. Erst wenn die Gemeinde die Freigabequittung eingelesen hat, sind die erfassten Daten der steuerpflichtigen Person für die Steuerverwaltung ersichtlich.

Informationen dazu finden Sie unter www.taxme.ch.

Die Rechnungsstellung erfolgt zunächst in drei Steuerraten (Akonto-Rechnungen) im Mai, August und November.

Die Ratenrechnungen machen 40 %, 70 % und 100 % des voraussichtlich geschuldeten Rechnungsbetrages aus, abzüglich bisher geleisteter Zahlungen. Basis ist eine frühere Veranlagung, eine Selbstschatzung oder eine provisorische Veranlagung.
Wird eine Steuerrate nicht bezahlt, erhöht sich die nächste Rate um den Betrag der vorgängigen Rate. Die Beträge der Steuerraten sind nicht anfechtbar. Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage. Bei Zahlungsverzug wird ein Verzugszins belastet.

Vorauszahlungen
Die voraussichtlich geschuldeten Steuern können auch mittels Vorauszahlung beglichen werden (z.B. monatlich oder als einmaliger Betrag). Wer Vorauszahlungen leisten möchte, benötigt dafür separate Einzahlungsscheine. Diese können im Internet auf www.taxme.ch über das Kontaktformular oder telefonisch bzw. schriftlich bei der Steuerverwaltung bestellt werden.

Die Steuerverwaltung prüft die Angaben, erstellt die Veranlagung, berechnet den geschuldeten Steuerbetrag und verschickt die Veranlagungsverfügung und die Schlussabrechnung.

Veranlagung
Die Überprüfung der Steuererklärungen auf Plausibilität erfolgt zuerst automatisch durch das Veranlagungssystem. Anschliessend werden sie in den Regionen weiterbearbeitet, d.h. Details überprüft und allenfalls korrigiert (wenn nötig nach Rückfragen bei den steuerpflichtigen Personen).

Sobald die Veranlagung abgeschlossen ist, versendet die Steuerverwaltung die Veranlagungsverfügung samt Schlussabrechnung an die steuerpflichtige Person.
Ab Erhalt der Veranlagungsverfügung läuft die gesetzliche Einsprachefrist von 30 Tagen. Diese gilt sowohl für Fehler, die möglicherweise beim Ausfüllen der Steuererklärung durch die steuerpflichtige Person passiert sind als auch für Korrekturen, welche die Steuerverwaltung vorgenommen hat und mit denen die steuerpflichtige Person nicht einverstanden ist.
Es gilt also, die Veranlagungsverfügung möglichst genau und rechtzeitig zu prüfen! Wird die Einsprachefrist nicht genutzt, wird die Veranlagung rechtskräftig.
Eine allfällige schriftliche Einsprache auf die Veranlagung an die zuständige Region ist kostenlos. Weist die Steuerverwaltung die Einsprache ab, kann bei der kantonalen Steuerrekurskommission wiederum innert 30 Tagen Rekurs erhoben werden, was jedoch kostenpflichtig ist.
Die nächsten möglichen rechtlichen Schritte sind eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht oder dann beim Bundesgericht.

Die steuerpflichtige Person bezahlt die Schlussabrechnung oder erhält allenfalls zu viel bezahlte Steuern inklusive Vergütungszins zurück.

Zusammen mit der Veranlagung erhält die steuerpflichtige Person auch die Schlussabrechnung, die den definitiven Steuerbetrag darstellt. Die Schlussabrechnung erfolgt getrennt für die Kantons-/Gemeindesteuern sowie für die direkte Bundessteuer. In ersterer wird das Guthaben der zurückbehaltenen Verrechnungssteuer berücksichtigt.
Die steuerpflichtige Person muss allenfalls noch einen Restbetrag nachbezahlen, der über die Ratenbeträge hinaus geht, oder sie erhält zu viel in Rechnung gestellte und bezahlte Beträge inklusive eines gesetzlichen Vergütungszinses zurückerstattet. Wird für Nachzahlungen die Frist von 30 Tagen nach Rechnungsstellung überschritten, wird ein Verzugszins verrechnet. Wie die Veranlagungsverfügung ist auch die Schlussabrechnung innerhalb der gesetzlichen Frist von 30 Tagen anfechtbar.

Auf einen Blick: Von der Steuererklärung bis zum Bezahlen

Auf einen Blick: Von der Steuererklärung bis zum Bezahlen

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